Article Number: 13598
Hard Cover, German, Thread Stitching, 522 Pages
Johan Pas, Wolfgang Asholt, Daniel Spoerri, Tiziana Caianiello, Dirk Pörschmann, Wieland Schmied, Anthony Thwaites, Thekla Zell, Mattijs Visser, Heinz Mack, Otto Piene

4321 ZERO

€ 58.00

4321 ZERO ist eine umfangreiche kunsthistorische Publikation zur ZERO-Bewegung und ihren internationalen Verflechtungen seit den späten 1950er-Jahren.

Der Band versteht sich als forschungsbasierte Bestandsaufnahme einer künstlerischen Haltung, die nach dem Zweiten Weltkrieg einen radikalen Neubeginn der Kunst aus dem „Nullpunkt“ heraus propagierte. Der titelgebende Countdown „4-3-2-1“ verweist auf serielle, prozessuale und zeitliche Denkmodelle, die für ZERO ebenso konstitutiv sind wie das Konzept der Reduktion, der Entmaterialisierung und des Lichts.

Die Publikation versammelt wissenschaftliche Essays, historische Dokumente, Reproduktionen von Kunstwerken, Ausstellungsansichten und Archivmaterialien. Im Zentrum stehen die ästhetischen, theoretischen und institutionellen Bedingungen der ZERO-Bewegung sowie ihre Rolle innerhalb der europäischen und internationalen Nachkriegsavantgarden. Dabei werden zentrale Themen wie Licht, Bewegung, Raum, Serialität, Materialexperiment und Wahrnehmung in ihren historischen und diskursiven Zusammenhängen analysiert.

Der Band positioniert ZERO nicht als geschlossene Gruppe, sondern als offenes Netzwerk künstlerischer Praktiken, das über nationale Grenzen hinweg wirkte und in engem Austausch mit parallelen Strömungen der 1950er- und 1960er-Jahre stand. Durch die Zusammenführung unterschiedlicher Perspektiven trägt 4321 ZERO zur Neubewertung der Bewegung bei und macht deren Bedeutung für die Entwicklung der zeitgenössischen Kunst sichtbar.

Als Sammelband mit editorischer Verantwortung angelegt, richtet sich die Publikation an Kunsthistoriker:innen, Kurator:innen, Studierende sowie an ein fachlich interessiertes Publikum. Sie fungiert zugleich als Referenzwerk zur ZERO-Forschung und als dokumentarisches Archiv eines künstlerischen Denkens, das auf Offenheit, Prozesshaftigkeit und einen grundlegenden Neuanfang zielte.