Article Number: 3169
Soft Cover, German, Glue Binding, 222 Pages, 2005, Passagen Verlag
Jaques Rancière

Chronik der Konsensgesellschaft

€ 29.00

Jacques Rancière schrieb für eine brasilianische Zeitung regelmäßig eine Chronik zu aktuellen Themen. Diese Artikel machen uns auf anschauliche Weise deutlich, was es eigentlich bedeutet, in der Epoche des Konsenses zu leben.

Der Konsens bedeutet nicht die Befriedung der Gemüter und der Körper. Neuer Rassismus und "ethnische Säuberungen", humanitäre Kriege und Krieg gegen den Terror sind zentrale Bestandteile des Konsenses. Die Kinofilme, die vom totalen Krieg und vom radikalen Bösen handeln, oder die intellektuellen Polemiken über die Interpretation des nationalsozialistischen Genozids nehmen demnach auch einen prominenten Platz in diesem Buch ein. Der Konsens ist nicht der Friede. Er ist eine Karte von Kriegsoperationen, eine Topographie des Sichtbaren, des Denkbaren und des Möglichen, in der Krieg und Frieden angesiedelt sind.
Der Konsens will beweisen, dass es nur eine einzige Wirklichkeit gibt, der wir zustimmen (consentir) müssen. Diesem Unterfangen stellt sich die Politik entgegen. Diese Chronik möchte dazu beitragen, jenen Raum zu öffnen, der Politik denkbar macht.