
Hard Cover, German, Thread Stitching, 111 Pages, 2011
Gipsmodell und Fotografie
Gipsmodell und Fotografie im Dienste der Kunstgeschichte 1850–1900 untersucht die historische Beziehung zwischen fotografischen Techniken und
der Verwendung von Gipsabgüssen in der Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts. Das Buch zeigt, wie Fotografien und Gipsmodelle gemeinsam dazu beitrugen, Skulpturen, archäologische Funde und kunsthistorische Objektgruppen dokumentarisch zu erfassen, zu verbreiten und wissenschaftlich zu analysieren.
Der Zeitraum von 1850 bis 1900 war geprägt von tiefgreifenden Veränderungen in der Wissenschafts- und Ausstellungspraxis: Die Fotografie wurde als präzises Reproduktionsmedium etabliert, während Gipsabgüsse (Repliken von Originalen) in Museen und Sammlungen genutzt wurden, um Bildwerke einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Autor*innen zeigen, wie diese beiden Medien – das fotografische Bild und das dreidimensionale Gipsmodell – komplementär wirkten und die Methodik kunsthistorischer Forschung nachhaltig beeinflussten.
Die reich illustrierten Analysen verbinden kunsthistorische Quellen, technische Entwicklungsgeschichte und ästhetische Reflexionen. Dadurch richtet sich das Buch sowohl an Studierende und Forschende der Kunstgeschichte als auch an Interessierte der Fotografiegeschichte und der Museologie.

