
Hard Cover, German, Thread Stitching, 368 Pages
Gold:
Die Publikation widmet sich Gold als künstlerischem Material, kulturhistorischem Symbol und ästhetischem Phänomen
über verschiedene Epochen hinweg. Im kunsthistorischen Kontext erscheint Gold nicht nur als kostbarer Werkstoff, sondern als Träger komplexer Bedeutungszuschreibungen – von sakraler Transzendenz und politischer Macht über Repräsentation und Prestige bis hin zu Fragen von Wert, Oberfläche und Licht. Beiträge und Werkabbildungen verdeutlichen, wie Gold seit der Antike, insbesondere in der mittelalterlichen Tafelmalerei, der Schatzkunst und später auch in moderner und zeitgenössischer Kunst, als Medium der Sichtbarmachung des Immateriellen eingesetzt wurde.
Dabei rückt die Publikation sowohl materialtechnische Aspekte – etwa Blattvergoldung, Reflexionsverhalten und Farbwahrnehmung – als auch ikonografische und kulturgeschichtliche Zusammenhänge in den Fokus. Gold erscheint somit als Schnittstelle zwischen materieller Präsenz und symbolischer Aufladung, deren ästhetische Wirkung eng mit religiösen, sozialen und ökonomischen Bedeutungsfeldern verknüpft ist. Die Beiträge zeigen, wie sich diese Bedeutungen im Laufe der Kunstgeschichte verschieben und wie zeitgenössische künstlerische Positionen das Material erneut kritisch, analytisch oder experimentell reflektieren.