Article Number: 3594
Hard Cover, German, Thread Stiching, 18 Pages, 2012, Eigen bzw. Eva Paulitsch und Uta Weyrich
Eva Paulitsch, Uta Weyrich

Handyfilmprojekt

availability unknown, if interested please write an email

Publikation über ein im Jahre 2006 gestartete Handyfilmprojekt, das 16 farbige QR-Codes enthält, die die medialen Inhalte (Filmaufnahmen) des Katalogs wiedergeben. Das Druckerzeugnis wird so um eine virtuelle Dimension erweitert.

Im Jahr 2009 haben Eva Paulitsch und Uta Weyrich für die Ausstellung You_ser 2.0 im ZKM das erste Mal mit sogenannten QR-Codes gearbeitet. Diese innovative Technik erlaubt es ihre Filme in einer gedruckten Publikation „zum Leben“ zu erwecken und so über die räumlichen und zeitlichen Grenzen des Medium Papiers hinauszugehen. Dieser Medienwechsel - von reinen fotografischen Abbildung hin zu bewegten Filmen - stellt für sie die optimale Form dar, unsere Archiv an Handyfilmen zu vermitteln.

Seit 2006 beschäftigten sie sich mit Handyfilmen, die sie im öffentlichen Raum von jungen Menschen sammeln und in einem digitalen Archiv chronologisch einordnen. Dabei gilt das Interesse den selbstgedrehten „No Story Videos“ - Filme, die nebenbei entstehen und für den Moment gemacht sind. Auf dieses oft schon vergessene Filmmaterial wollen die Künstlerinnen die Jugendlichen ansprechen und es vor dem “Delete” retten, indem die Jugendlichen ihre Filme via Bluetooth auf deren Handy übertragen.

Diese bizarre Sammlung kleiner scheinbar unspektakulärer Filmchen ist die Basis ihrer künstlerischen Auseinandersetzung über Massenmedien und Trends und deren Einfluss auf sämtliche Bereiche der Gegenwartskultur. Dabei verunklären und abstrahieren die Künstlerinnen die Inhalte dieser Filme in Richtung Mehrdeutigkeit und suchen nach poetischen Transformationen ihr Archiv erlebbar zu machen und entwickeln Arbeiten, die eine reflexive Brechung des Ursprungsmaterials darstellen.

Im Umgang mit technischen Möglichkeiten, wie beispielsweise QR-Coding, Multiscreenprojektionen, die sie gemeinsam mit Philipp Contag-Lada entwickeln, forschen sie nach neuen Möglichkeiten, Compilations von geloopten und bearbeiteten Filmen aus ihrem Archiv sowohl im musealen Kontext als auch im öffentlichen Raum erlebbar zu machen.

QR-Code wie geht das?

1.) Unter http://reader.kaywa.com oder http://www.i-nigma.com reader kostenlos herunterladen

2.) Den QR-Code durch die Lese-Software von der Mobiltelefonkamera erfassen lassen – und schon kann man die Videoinhalte anschauen.

Auflage 750 Stück.