
Soft Cover, German, Thread Stitching, 304 Pages, 2013
Kerstin Cmelka
Die Monografie von Kerstin Cmelka spannt einen Bogen von den frühen Experimentalfilmen über die fotografische Bearbeitungen von Filmstills, Werbe- und Produktionsbildern bis hin zu ihren unter dem Titel »Mikrodramen« bekannten Performances.
Von dem Grazer Dramatiker Wolfgang Bauer geprägt, bezeichnet dieser Begriff eine dramatische Miniatur / Form, die – lediglich als Text intendiert – eine Aufführung auf der Bühne verweigert. Diese ursprüngliche Intention unterläuft Cmelka mit ihren vielschichtigen, multimedialen Re-Inszenierungen historischer Stoffe aus Film, Kunst und Theater. In ihren Mikrodramen – Live-Performances und Performancevideos – werden Episoden aus viel gespielten Stücken (zum Beispiel Ibsens »Nora. Ein Puppenheim« oder Schnitzlers »Liebelei«), Fernsehen oder Spielfilmen mit befreundeten Laiendarstellern aus der Kunst- und Kulturszene nachgestellt. Es sind reflexive Kommentare auf die Pole Kunst und Leben, wobei die Grenzen zwischen Inszenierung und Realität ins Schwanken geraten.
Quelle: www.vfmk.de/Kerstin-Cmelka












