Article Number: 1917
Magazine, German, Thread Stiching, 242 Pages, 2008, Textem Verlag, ISBN 978-3-938801-44-4

Kultur und Gespenster 6

Ich will nicht Mr Pink sein
€ 12.50

Kultur & Gespenster ist eine deutsche Kulturzeitschrift, welche vierteljährlich erscheint. Sie entstand aus der von Gustav Mechlenburg betriebenen Website textem.de. Das Magazin in Buchformat widmet sich Hochkultur und Trash mit derselben Sorgfalt. Geistreich und trotzdem vergnüglich.

»Das Magazin in Buchform bietet nicht nur anspruchsvolle bis abgedrehte Lektüre für Kopfmenschen, sondern ist auch für visuelle Zeitgenossen ein Genuss. Das ist der Gestaltung durch Christoph Steinegger zu verdanken (ehemals Büro X), dem das Kunststück gelingt, mit klassischer Typografie einen enorm zeitgemäßen Look zu erzeugen.« (PAGE)

"Gewalt und Film scheinen zusammenzugehören, und über die Legitimität dieser Verbindungwird seit Langemdebattiert.Der folgende Text beabsichtigt nicht etwa die Fortführung dieser Debatte, sondern eine Analyse des Films Reservoir Dogs, die sich der darin vorgelegten Repräsentation der Gewalt zuwendet. Gezeigt werden soll, inwieweit gerade dieser FilmdasVerhältnis vonGewalt undmoderner Kultur exemplarisch illustriert und analysiert. Obgleich der Film zunächst ein kulturelles Rohmaterial darstellt, das einer Analyse durch verschiedene Instrumente der Humanwissenschaften zugänglich ist, ordnet er sich gleichzeitig in den Kontext einermetatheoretischenMeditation über die Struktur undHintergründemoderner Kultur ein. Dazu gibt der erste Abschnitt einen Überblick über den Film, dessen Gegenstand und seinen Ansatz. Auf dieser Grundlage wird die analytische Qualität der imFilminszenierten Gewalt hervorgehoben und an ausgewählten Sequenzen veranschaulicht. Daran anschließend wird, was sich als eine von diesem Film geleistete Phänomenologie der Gewalt bezeichnen ließe, in den allgemeinen Zusammenhang von Kultur und Gewalt integriert. Der Text schließt mit einer Interpretation der Eröffnungssequenz, die entlang Madonnas Hit Like a Virgin eine Art Gebrauchsanweisung für die folgende Deklination von Gewalt und Schmerz liefert." (Auszug aus dem Aufsatz "»Fun« / Rohe Gewal. Quentin Tarantino, Reservoir Dogs und die Repräsentation der Gewalt" von Jörn Ahrens)