
Hard Cover, German, Thread Stitching, 376 Pages
Naga Identitäten: Zeitenwende einer Lokalkultur im Nordosten Indiens
Die Nagastämme bewohnen die südöstlichen Ausläufer des Himalaya im Grenzgebiet zwischen Indien und Myanmar (ehemals Burma).
Bis vor etwa hundert Jahren als Kopfjäger gefürchtet und von den Bewohnern der Ebenen gemieden, entwickelten sie in ihrer Abgeschiedenheit eine eigenständige materielle Kultur sowie eine reiche orale Tradition.
Mit der britischen Kolonialherrschaft und der baptistischen Missionierung erfuhr die Kultur der Naga ab der Mitte des 19. Jahrhunderts einen tiefgreifenden Wandel. Nach 1947 wurden die Nagaberge gegen den Willen vieler Bewohner in den neu gegründeten indischen Staat integriert. Daraus entwickelte sich ein langjähriger, gewaltsamer Konflikt, der über Jahrzehnte weitgehend unter Ausschluss der internationalen Öffentlichkeit stattfand. Erst seit relativ kurzer Zeit sind Teile der Region wieder für ausländische Besucher zugänglich.
Der vorliegende Band versammelt Aufsätze, Interviews und Bildessays von Naga- sowie westlichen Autorinnen und Autoren zur Kultur, Geschichte und zum Identitätswandel dieser Gesellschaft.





