Article Number: 4798
Soft Cover, German, Thread Stiching, 64 Pages, 2006, Bawag Foundation

Nothing But Pleasure

€ 10.00

"Nothing But Pleasure" Ausstellungskatalog Bawag Foundation 30.6.2006 - 30.9.2006 (deutsch)

Mit John Bock (D), Angus Fairhurst (GB), Fischli/Weiss (CH), Marcus Geiger (CH), Gelitin (A), Rodney Graham (CAN), Georg Herold (D), Buster Keaton (US), Jon Kessler (US), Friedrich Kunath (D), Peter Land (DK), Andres Lutz/Anders Guggisberg (CH), Aleksandra Mir (SE), Jonathan Monk (GB), John Pilson (US), Andreas Slominski (D), Rosemarie Trockel (D), Christoph Weber (A), Franz West (A) und Heimo Zobernig (A).

Der Titel Nothing But Pleasure beschreibt zum einen das reine Vergnügen beim Betrachten dieser Werke, die man immer wieder gerne sieht. Zum anderen nehmen einige Künstler das Wort "pleasure" wörtlich, indem sie das Glück freudig beschwören.

Nothing But Pleasure ist aber auch ein humorvoller Kommentar der aktuellen Lage, die wie jede andere unbeantwortbare Situation nur mit einem Weinen oder Lachen quittiert werden kann. Das Komische funktioniert dabei sozusagen als Distanzierung, die die allzu aufdringliche Präsenz der realen Situation aufbricht. Oder um den deutschen Schriftsteller und Georg-Büchner-Preisträger Wilhelm Genazino zu zitieren: "Das Komische ist auch der Trost, der sich über das sich fortlaufend verfehlende Leben erfinden muss. Der komische Akt ist eine Art Dank für eine dringend benötigte Unterbrechung." Die Welt des Slapsticks bietet sich als eine umwerfende Möglichkeit der Pause an. Sie ist ein Platz der verrückten Kollisionen, an dem sensationelles Chaos dominiert und die Wendungen des Schicksals jede Möglichkeit eines moralischen Urteils boykottieren (Ralph Rugoff). Die Hauptdarsteller sind meist Opfer des Zufalls und der universellen Gravitation. Der Verlust an Kontrolle und Balance erzeugt aber respektables Vergnügen. Die großen Meister des Slapsticks wie Buster Keaton zelebrieren ihr Scheitern virtuos und ignorieren die paradoxe Gleichzeitigkeit von Ordnung und Chaos souverän.

Quelle: Bawag Foundation