
Soft Cover, German, Staple Binding, 32 Pages, 1973
Women Fight Back
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Die Broschüre gehört in den Kontext der britischen Frauenbewegung und der sozialistischen Organisierung von Frauen in Arbeitswelt, Haushalt und Öffentlichkeit.
Bereits der Titel macht die politische Stoßrichtung deutlich: Frauen werden nicht als Opfer beschrieben, sondern als handelnde Akteurinnen kollektiver Gegenwehr. Der Umschlag verbindet die Sprache politischer Agitation mit dokumentarischem Bildmaterial und verweist auf Demonstration, Protest und Selbstorganisation.
Inhaltlich dürfte Women Fight Back zentrale Fragen der frühen 1970er-Jahre aufgreifen: Lohnarbeit, Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz, Hausarbeit, Sexualität, Reproduktion, patriarchale Strukturen und die Verbindung von Frauenbefreiung und Klassenkampf. Zeitgenössische Hinweise in Women’s Voice und anderen linken Publikationen zeigen, dass die Broschüre innerhalb sozialistischer Debatten über Frauenbefreiung rezipiert und beworben wurde.
Als historisches Dokument ist die Publikation weniger ein neutraler Bericht als ein politisches Gebrauchsheft: ein kompaktes Argumentations- und Mobilisierungsmittel, das feministische Forderungen mit sozialistischer Analyse verbindet. Women Fight Back steht damit exemplarisch für eine Form politischer Publikation, in der Gestaltung, Sprache und Verbreitungsform unmittelbar mit Aktivismus verbunden sind.
Women Fight Back ist eine feministisch-sozialistische Broschüre von Kath Ennis, erschienen Anfang der 1970er-Jahre bei Women’s Voice und den International Socialists in London. Antiquarische Nachweise datieren die Publikation auf ca. 1972 beziehungsweise 1973; beschrieben wird sie als 32-seitige, geheftete Broschüre mit orangefarbenem, fotoillustriertem Umschlag.

