Wahlverwandtschaften
Doris Berger, Bernd Milla
Was Künstlerinnenmythen allerdings mit dem gewählten Titel zu tun haben, können auch die Herausgeberinnen in ihrer Einleitung nicht überzeugend darlegen. Dass Künstlerinnen und Künstler über die Aneignung von Mythen eine Affinität zu bekannteren Künstlerinnen und Künstlern herstellen oder postulieren, wird mit dem von Goethe auf menschliche Verhältnisse übertragenen, aus der Chemie stammenden Begriff der "Wahlverwandtschaften" weniger geklärt denn erneut mythisiert.